ein Zitat von Emmi Pikler

Konzept

Standort

Die Kindertagespflegestelle befindet sich im Süden Berlins (Ortsteil Lichtenrade). Dort wurde in einem Mehrfamilienhaus eine 75 m² große Wohnung angemietet. Um das Haus herum erschließt sich ein 1.000 m² großer Garten mit einer Wiese und einer Sandfläche zum Buddeln, sowie Kletter- und Spielgeräten.
Zusätzlich gibt es in der verkehrsberuhigten Straße direkt gegenüber des Hauses einen Spielplatz, der regelmäßig genutzt werden kann.

Personal

Das Erzieherteam setzt sich aus einer staatlich anerkannten Erzieherin mit Zertifikat der Pflegeelternschule für Heilpädagogik und einer Tagespflegemutter mit Qualifizierung für die Kindertagespflege des Bezirksamtes zusammen. Lernen das Team der Tagespflegestelle näher kennen: Über uns

Gruppe

Die Kindergruppe besteht aus acht Jungen und Mädchen, altersgemischt von 1-6 Jahren.

Öffnungs- und Schließzeiten

Montag bis Donnerstagvon 7:30 bis 16:00 Uhr
Freitagvon 7:30 bis 15:30 Uhr

Die Schließzeiten liegen normalerweise in den Sommerferien (drei Wochen) und in den Weihnachtsferien. Weitere Details finden Sie in unserer Terminübersicht.

Eingewöhnung

Während der Eingewöhnung wird das Kind durch eine Bezugsperson (meist den Eltern) begleitet. Die Eltern sollten sich die Zeit nehmen, die das Kind braucht, um sich einzuleben. Dabei werden beide, Eltern und Kind, meist von einer Bezugserzieherin unterstützt. Anfänglich ist das Kind nur stundenweise in der Kindertagespflegestelle, bevor es nach und nach Vertrauen fasst und den ganzen Tag bleibt.
Das Tempo ist dabei individuell und wird mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen begleitet.

Tagesablauf

7:30 - 9:00 UhrBringezeit mit Begrüßung, Freispiel
9:00 - 9:30 UhrMorgenkreis
9:30 - 10:00 UhrFrühstück mit anschließendem Zähneputzen
10:00 - 12:00 UhrTagesaktivitäten
12:30 UhrMittagessen mit anschließendem Zähneputzen
13:15 UhrMittagschlaf mit paralleler Vorschularbeit für die Vorschulkinder
14:30 Uhrgemeinsamer Snack mit Obst und Gemüse, Knäckebrot, Reiswaffeln etc. …
15:00-16:00 UhrFreispiel in den Räumlichkeiten oder im Garten

Bei unseren fest eingeplanten wöchentlichen Aktivitäten, wie zum Beispiel musikalische Früherziehung, Entspannungstraining, Turnen und Frühenglisch oder Ausflügen, kann der Tagesablauf abweichen.

Ziele der pädagogischen Arbeit

  • Die Kinderbetreuung erfolgt in Anlehnung an das Berliner Bildungsprogramm in allen sieben Bildungsbereichen:
    • Körper, Bewegung und Gesundheit
    • Soziale und kulturelle Umwelt
    • Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien
    • Bildnerisches Gestalten
    • Musik
    • Mathematische Grunderfahrungen
    • Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen
  • Wir beobachten, wir hören zu, wir begleiten, wir erkennen und bekommen individuell für jedes Kind eine Idee, was es nötig hat.
  • Unterstützung der Kinder in ihren täglichen Aneignungsprozessen
  • Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung
  • Unterstützung beim Spracherwerb
  • Singen und Musizieren
  • Turnen und Bewegungsspiele
  • erste naturwissenschaftliche Erfahrungen
  • Frühenglisch (ab ca. zwei Jahren)
  • Regelmäßige Besuche im Kindertheater und der Bücherei, sowie Ausflüge in den Zoo, Britzer Garten, Stadtpark etc.
  • Sozialraumerkundungen (Spielplatzbesuche, Besuche der Wohnorte, gemeinsame Einkäufe, BVG-Fahrten etc.)
  • feiern der christlichen Feste wie Ostern, Weihnachten und Nikolaus, sowie Fasching und Sommerfeste
  • Zahnputzschule durch die LAG
  • gesunde Ernährung
  • Hilfe, Unterstützung und Vorbereitung für den Übergang in die Grundschule

Pädagogischer Ansatz

Die ungarische Kinderärztin und Reformpädagogin Emmi Pikler hat schon in den dreißiger Jahren den Wert der Eigenaktivität und der autonomen Bewegungsentwicklung des Kindes für seine Persönlichkeitsentfaltung erkannt.
Anlehnend an Emmi Piklers Erziehungskonzept orientieren wir uns in unserer praktischen Arbeit an den von ihr entwickelten Grundlagen für ein gesundes Aufwachsen von Kleinkindern:
  • Pflege, die als behutsame körperliche Versorgung und als Kommunikation mit dem Kind geschieht und aufmerksam für seinen Wunsch nach Mitwirkung ist
  • Bewegungsentwicklung, die das Kind aus eigenem Antrieb und nach eigenem Rhythmus macht, ohne die beschleunigenden Eingriffe des Erwachsenen
  • Spiel, das frei und ungestört in einer geschützten, altersgemäß ausgestatteten Spielumgebung stattfindet

Aufgaben der Erzieherin

Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: "Solange die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel."

Wir wollen den Kindern einen Entwicklungsraum schaffen, in dem sie Halt finden. Wir bieten ihnen einen liebevollen und vertrauensvollen Umgang und regen sie so zur Selbstbildung an. Durch ständiges Lob und Anerkennung ermutigen wir die Kinder, Neues zu wagen. Das unterstützt sie in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und sozialen Persönlichkeiten. Ebenso versuchen wir durch unser pädagogisches Angebot, Interessen in den Kindern zu wecken und sie zu begeistern, sich die eigene Sicht auf die Welt zu schaffen. Es ist uns wichtig, sie in ihren Handlungsprozessen zu unterstützen und ihnen etwas zuzutrauen. Den Kindern etwas zutrauen schafft Vertrauen!

Zum Spracherwerb und zur Kommunikationsfähigkeit bieten wir den Kindern diverse Bildungsmöglichkeiten: Wir schauen Bilderbücher an, wir singen Kinderlieder, wir erlernen altersgerechte Kinderreime und erzählen uns kleine Geschichten. In kleinen Rollenspielen können die Kinder ebenfalls Sprache trainieren.

Gewaltfreie Kommunikation zu vermitteln steht bei uns an erster Stelle. Hierfür bieten wir ihnen Lösungsmöglichkeiten in Konfliktsituationen, so dass sie Fähigkeiten erlangen für den kotroversen Dialog.

Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist Voraussetzung für unsere Arbeit! Regelmäßiger Austausch ist uns wichtig: Vorschläge, Kritik und Anregungen gehören genauso dazu wie Gespräche über die Entwicklung der Kinder.

Selbstverständlich gehört für uns die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen und Supervisionen dazu.

Für einen reibungslosen Ablauf ist uns Folgendes wichtig:

  • eine persönliche Begrüßung und Verabschiedung
  • Pünktlichkeit (möglichst bis 9:00 Uhr oder erst wieder um 9:30 Uhr)
  • Bekanntgabe der abholberechtigten Personen
  • freundlicher Umgang
  • Rücksichtnahme und gegenseitiger Respekt
  • Vermeiden von Störungen während der Mahlzeiten und der Ruhezeit
  • rechtzeitige Bekanntgabe bei Nichtbesuch
  • Mitteilungen über Krankheiten der Kinder (bei Infektionskrankheiten muss eine Gesundheitsbescheinigung vorgelegt werden)
  • auf ausreichend Wechselwäsche (dem Wetter angepasst!) achten